Eins vor, zwei zurück

Von | 17. Januar 2015

Es geht für Borussia Dortmund in die heiße Phase. Nur noch zwei Wochen bis zum Auftakt in die Rückrunde. Wer das Trainingslager aufmerksam verfolgt, kann sich denken, warum Jürgen Klopp immer grauer wird. Erst die Verletzung von Sven Bender und jetzt kurz vor knapp die nächsten Hiobsbotschaften! Aber die gute Nachricht zu Beginn: Marco Reus konnte nach seiner Sprunggelenkverletzung erstmals wieder von Anfang an auf dem Platz stehen. Aber genug der positiven Meldungen, bitter sieht es hingegen für Kehl und Großkreutz aus. Was ist geschehen?

Es sollte der letzte große Test vor der Rückrunde werden, als Dortmund im Trainingslager gegen Steaua Bukarest antrat. Jürgen Klopp sah diese Begegnung als Generalprobe an und stellte seine Bundesliga Startelf auf den Platz. Ein großer Fehler, wie sich herausstellen sollte. Alles hatte so gut angefangen, Dortmund baute sofort Druck auf und konnte Bukarest damit so richtig in Schach halten. Es dauerte zwar 20 Minuten, bis es zu den ersten Torchancen kam, dafür häuften sich diese allerdings im Anschluss.

Sebastian Kehl verletzt ausgewechselt

Die Bukarester ließen sich dieses allerdings nicht lange gefallen und konnten Dank gutem Stellungsspiel die Dortmunder von ihrem Tor weitestgehend fernhalten. Kurz vor der Halbzeit dann der erste Schock. Nach einem relativ harmlos aussehenden Mitspielerkontakt, nach einem Eckball, blieb der ehemalige Kapitän der Borussen Sebastian Kehl, mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen und hielt sich die linke Schulter. Für den verletzten wurde Matthias Ginter eingewechselt. Eine anstehende Röntgenuntersuchung soll Aufschluss über den Schweregrad der Verletzung geben.

Nachwuchs bekommt Chance

Jürgen Klopp blieb nichts anderes übrig als alle Spieler zu mobilisieren, die noch zur Verfügung standen. Da bei den Stammspielern trotz Vorbereitung die Kräfte geschont werden sollten, konnte so der Nachwuchs zeigen, was er kann. Allerdings beeinflusste dies den Spielfluss und die Standards beträchtlich. Auch wenn Klopp dachte, es könnte nicht schlimmer kommen, ist er eines Besseren belehrt worden!

Kevin Großkreutz ist mit einer der letzten Hoffnungsträger für den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Aber auch dieser ist vom Pech verfolgt, denn nach einem Laufduell ist er so unglücklich umgeknickt, dass er humpelnd vom Platz musste. Auf das Untersuchungsergebnis können wir gespannt sein.

Es ist also nicht verwunderlich, dass Jürgen Klopp immer grauer wird, bei diesem Chaos und dem Druck.